Bildung

Die Diskussion um Bildung erlebt derzeit eine Renaissance.
Doch was verstehen wir unter „Bildung“?

Bildung ist das Ergebnis der Geschichte unseres Austausches mit unserer Umwelt, beginnend mit der Geburt. Bildung ist daher mehr als Lernen und erfordert eine besondere Qualität des Lernens.

Bildung bedeutet nach Wilhelm von Humboldt ein Anregen aller Kräfte, damit diese sich über die Aneignung der Welt in wechselhafter Ver- und Beschränkung harmonisch-proportional entfalten und zu einer sich selbst bestimmenden Individualität führen, die in ihrer Idealität und Einzigartigkeit die Menschheit bereichert.

Immanuel Kant formulierte Bildung als Weg zur Erlangung von Mündigkeit.
Im Sinne von Kant bedeutet dies, dass man durch das Wissen und Lernen alleine noch keine Bildung erreicht. Wissen ist höchstens eine Komponente von Bildung ohne Reflexionskompetenz und Verantwortungsbewusstsein. Das reine Abrufen von Daten und Fakten führt nicht zur Mündigkeit im Sinne einer auf Bildung beruhenden individuellen Handlungskompetenz.

Zur Bildung gehört der Wunsch, zu einer höheren Stufe der Erkenntnis zu gelangen und nicht sein Niveau ständig zu unterschreiten.

Bildung kann nur als Investition verstanden werden, wobei nicht die durch Lehrpläne verordnete Menge des Wissens über die Bildung entscheidet, sondern die Möglichkeiten, mit diesem Wissen konstruktiv umzugehen.
Bildung ist ein aktiver, komplexer und dynamischer Prozess, durch den der Mensch sowohl seine seelisch-geistige Gestalt gewinnt als auch selbstständige und selbsttätige, problemlösungsfähige und lebenstüchtige Handlungsmöglichkeiten entwickelt.

Die Vorstellung von Kompetenzen, die Kinder erwerben müssen, ist ein falsches und veraltetes Lernmodell. Man muss vielmehr darauf eingehen, was Kinder schon wissen und können und von hier an den Bildungsprozess in Gang bringen (Schäfer, 2007).

Um diesen Bildungs- und Selbstbildungsprozess bei Kindern zu aktivieren, wollen wir

  • Wege aufzeigen, die das Tun und Denken ergänzen, erweitern und heraus-
    fordern
  • sie begleiten, den Wert und die Bedeutung unterschiedlicher Wege zu erkennen (Komplexität)
  • ihnen vermitteln, dass es nicht „ein“ Ziel, eine „richtige“ Lösung gibt
  • sie hinführen zu Selbstbildung, mit Wissen konstruktiv umzugehen, um daraus selbstständige und lösungsfähige Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.

Diese Lernkultur erleben die Kinder in unseren ausgewählten Kursangeboten mit interdisziplinären Inhalten.

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