Welche Schwierigkeiten können entstehen?

Es wird angenommen, dass die Entwicklung hoch begabter Kinder nicht synchron verläuft. Die intellektuelle und biologische Entwicklung eilt der emotionalen und motorischen oftmals voraus. Diese Asynchronie zwischen Umsetzungs- und Vorstellungsvermögen könnte eine mögliche Ursache für die Entstehung intra- und interindividueller Konflikte sein:

  • Beispielsweise hat ein hoch begabtes, 3jähriges Kind ein Objekt bereits so differenziert vor Augen wie ein wesentlich älteres Kind. Das Objekt kann es jedoch „nur“ mit dem feinmotorischen Entwicklungsstand eines Dreijährigen zu Papier bringen. Das Kind ist frustriert, wertet sich ab. Oft ist das der Grund, warum viele besonders begabte Vorschulkinder das Malen und Zeichnen verweigern.
  • Hohe Erwartungshaltung der Umwelt auf allen Leistungsgebieten erzeugt beim Kind Druck und kann völlige Leistungsverweigerung zur Folge haben.
  • Unterschätzung des Potenzials kann beim Kind Symptome wie Aggressionen, Depressionen oder Rückzug auslösen.
  • Unterforderung kann zu erheblichen Spannungen im Elternhaus und in der Schule führen.
  • Das Kind unterliegt mit seiner intrapersonalen Beobachtung der Gefahr, inadäquate Bewertungen vorzunehmen, was zu Frustration und Minderung des Selbstwertgefühls führen kann.
  • Schulunlust, anregungsarme Umwelt, mangelnde Bildungsmöglichkeiten, psychische Probleme und Identitätsschwierigkeiten können Auslöser für eine Minderleistung (Underachievement) sein. Das Kind konstruiert Vermeidungsstrategien. Ein Teufelskreis entwickelt sich, der Erfolg verhindern oder sogar zum Versagen führen kann.
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